Ver

Komponist: Buhl Marcel
Gattung: Ouvertüre für Blasorchester
Dauer: 5:40

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Tonprobe





Das Werk „Ver – a Concert Ouverture“ steht als symphonische Ouvertüre ganz unter dem Zeichen des Eröffnens und des (Neu-)Anfangs. Ver ist lateinisch für Frühling und stellt die Grundidee der Ouvertüre dar.
Das Leitmotiv der Ouvertüre eröffnet diese und bleibt trotz rhythmischer und melodischer Variation als treibendes Element bis zum Ende des Werks präsent. Der drängende Charakter des zu Beginn stehenden 7/8-Taktes stellt einen Bezug zur mit Ver bedeutungsgleichen Jugend her und zeugt vom unaufhaltsamen Frühling.
Auch ein aufziehendes Gewitter (Takt 35) kann diese Progression nicht ausbremsen. Erst ab Takt 60 entschleunigt sich das Thema, die folgende Kadenz (Takt 67) kontrastiert den ersten Teil der Ouvertüre und mündet in einen Choral. Die Ruhe dieser ersten Blüte des Jahres ist jedoch nur von kurzer Dauer, wird ihr doch ein erregendes Moment beigemischt, welches sich zunächst in der Modulation, später in der aszendierenden Chromatik äußert und die Rückkehr zum treibenden 7/8-Takt und zum Leitmotiv des galoppierenden Frühlings unabdingbar macht.
Die Ouvertüre nimmt die bereits eingangs vorgestellte Progression und Unaufhaltsamkeit auf und mündet in einem erschütternden Donnerschlag (Takt 125). Nur vorsichtig und sukzessive steigen die Instrumente daraufhin in die Sarabande (Takt 130) ein, das Leitmotiv erklingt in rhythmisch veränderter Form und wird nur noch bruchstückhaft wahrgenommen. Erst als die tiefen Instrumente das Motiv mitaufnehmen, verliert sich die Zurückhaltung und mündet im vielschichtigen Jubel (Takt 150) der Instrumente hinsichtlich des Sieges des Frühlings. Dass auch dieses Grandioso dem treibenden und omnipräsenten Leitmotiv nicht entkommen kann, scheint ab dem ersten Takt der Ouvertüre determiniert.

Artikel-Nr.: 312719
124,12